Angekündigtes LKW Fahrverbot auf B126 ist nur ein Placebo!
Viel wurde in den letzten Wochen über das, von LR Steinkellner bisher nur angekündigte, LKW-Fahrverbot entlang der B126 diskutiert. Die Betroffenen an der B126 sind dafür, die Rohrbacher Wirtschaft dagegen und die Freistädter an der noch nicht fertigen S10 zurzeit noch dagegen.
„Auch Seitens der Zwettler SPÖ begrüßen wir das Fahrverbot als eine Maßnahme in die richtige Richtung!“, so der Zwettler SPÖ Vorsitzende Ing. Herbert Enzenhofer, „Nur sollten wir uns die von LR Steinkellner vorgelegten Zahlen genauer ansehen!“ Steinkellner spricht von rund 13.100 Fahrzeugen pro Tag, der Anteil des Schwerverkehrs beträgt dabei etwa 6,4 Prozent – in Zahlen ausgedrückt sind das 838 Fahrten in 24 Stunden. Bei einer angenommen gleichmäßigen Verteilung fährt also alle 1,7 Minuten ein LKW durch Zwettl. Wenn nun von einer möglichen Verlagerung auf die S10 von 14 Prozent ausgegangen werden kann, wie in den Unterlagen des Verkehrslandesrates zu entnehmen ist, dann sind das knapp 5 LKW Fahrten pro Stunde weniger – es fährt dann also alle 2 Minuten anstatt der bisher 1,7 Minuten ein LKW durch Zwettl.
Steinkellner schürt damit die Hoffnung auf Entlastung. Dabei ist die Entlastung mehr als gering und die LKW werden nur von einer Gemeinde zur anderen verlagert. „Das ist eine rein populistische Maßnahme, auf die wir aber nicht reinfallen werden“, so Enzenhofer.
SPÖ fordert eine echte Entlastung
Langfristig kann eine Entlastung nur durch die Verlagerung des Transports auf die Schiene erfolgen. Die Bahnstrecken nach Rohrbach, Freistadt und in weiterer Folge nach Tschechien hätten zeitgleich zum Ausbau der Straßen in den Regionen verbessert werden müssen. SPÖ Verkehrssprecher und Bezirksvorsitzender Alois Stöger fordert schon lange: „Bei Gütertransporten ab 500 km müssen mindestens 80 % des Transportvolumens auf der Schiene erfolgen. Dieser Grundsatz muss zu einer „europäischen Regel“ werden.“ Dazu braucht es ein gut ausgebautes Schienennetz. Dieses kann zusätzlich für den Öffentlichen Verkehr genutzt werden.
Die Verkehrsbelastung Zwettl steigt jedes Jahr kontinuierlich an, mittlerweile hat auch am Wochenende der Ausflugs- und Einkaufstourismus nach Tschechien unerträgliche Formen angenommen. „Kurzfristig muss die S10 fertig gebaut werden und der Landesrat muss endlich einen Bautermin für die geplante Umfahrung in Zwettl nennen und zwar öffentlich – nicht nur im vertraulichen Gespräch.“ fordert Enzenhofer abschließend.