Westspange abgelehnt
Für die folgende Stellungnahme hat sich der Gemeinderat bei seiner letzten Sitzung am 10. Dezember 2015 einstimmig ausgesprochen:
Die am 30. 11. 2015 vorgestellte sog. Westspange (Verbindung Richtung Oberneukirchen) ist aus Sicht der Gemeinde Zwettl abzulehnen, da sie sich in mehrerer Hinsicht nachteilig auf die Gemeinde auswirken würde. Die entstehenden Vorteile sind hingegen vernachlässigbar gering, daher ist eine weitere Verfolgung (Planung) unseres Erachtens nicht notwendig.
Die im Zuge dieser Umfahrung geplante Brücke stellt unserer Meinung nach aus der Sicht der Raumordnung und Umwelt einen massiven und damit unverträglichen Eingriff in die Natur und zusätzlich auf das Ortsbild von Zwettl an der Rodl dar; diese Variante ist auch aus Gründen der Lärmausbreitung, des Landschaftsschutzes sowie Auswirkung auf die Nahversorgung usw. auf den gesamten Ort absolut abzulehnen, so die Sicht des Gemeinderates der Marktgemeinde Zwettl.
Das Verlagerungspotential auf Variante West-Südteil von 1.750 Fahrzeugen mag zwar rechnerisch entsprechen, ist jedoch in der Praxis sehr unrealistisch. Der Fahrzeugverkehr von Oberneukirchen nach Leonfelden (481) und Sonnberg (76) wird zum überwiegenden Teil wohl weiterhin die kürzere Strecke durch den Ort nutzen.
Weiters befindet sich im Bereich des vorgesehenen Anschlusses (Verbindung Oberneukirchen) ein „gefährlicher“ Straßenbereich durch die Einmündung des Güterweges Innernschlag und der Siedlungsstraße Lobensteinerweg in die Waxenberger Landesstraße.
Am 23. April 2015 hat daher die Marktgemeinde Zwettl/Rodl um Verkehrsverbesserungsmaßnahmen (Querungshilfe, Bushaltestelle) ersucht. In diesem Kreuzungsbereich kommt es häufig zu gefährlichen Situationen bzw. Unfällen und hat hier eine rasche Umsetzung zur Sicherheit unserer Bevölkerung absolute Priorität. Um diese Umsetzung im Sinne unseres seinerzeitigen Schreibens und ohne Bezugnahme auf die anderen Strassenbauvorhaben wird dringend gebeten.
Zu den Lärmschutzmaßnahmen und gesetzlichen Grenzwerten (Lärm-, Luft-, …) ganz allgemein wird angemerkt, dass diese immer wichtiger werden und dass man eventuell zukünftige Senkungen bei den Planungsmassnahmen berücksichtigen sollte.
Das Protokoll der 2. Arbeitskreissitzung beim Land Oberösterreich steht auf der Gemeindehomepage zum Download zur Verfügung.